Unter den zahlreichen Strukturen, die das liechtensteinische Gesellschaftsrecht ermöglicht, ist der Trust wohl die Vielseitigste. Seine verbreitete Anerkennung eröffnet zahllose Möglichkeiten der Steuer- und Vermögensplanung, onshore gleich wie offshore. Larona Trust Reg. ist besonders stolz, mit seinem Team erfahrener Trust-Spezialisten seine Dienste als professioneller Trustee anbieten zu können.

Der Trust ist eine Rechtsbeziehung zwischen drei Parteien: dem Settlor (Treugeber), dem Trustee (Treuhänder) und den Beneficiaries (Begünstigten). Auch wenn der Trust ursprünglich im angelsächsischen Rechtskreis entstanden ist, so hat Liechtenstein doch schon 1926 Gesetzesnormen über die Errichtung und Verwaltung von Trusts (Treuhänderschaften) erlassen. In seinen Artikeln 897 - 932 enthält das Personen- und Gesellschaftsrecht detaillierte aber dennoch flexible Bestimmungen über Rechte und Pflichten des Trustee, die Rechte des Treugebers und der Begünstigten, die rechtliche Stellung des Treugutes und die formalen Erfordernisse der Errichtung von Treuhänderschaften.

Ein private express trust - so der schwer zu übersetzende englische Fachausdruck - wird durch schriftliche Vereinbarung zwischen dem Treugeber und dem Treuhänder oder durch einseitige Erklärung des Treugebers (z.B. in seinem Testament) und nachfolgende Annahme durch den Treuhänder errichtet. In der Praxis wird die weitaus überwiegende Zahl von Trusts mittels der erstgenannten Variante ins Leben gerufen.

Das konstituierende Dokument eines Trust ist die Treuhandurkunde (trust deed, trust instrument), in welcher der Treugeber die Struktur des Trust, die Pflichten der Treuhänder und die Rechte der Begünstigten, sowie Prinzipien für die Verwaltung des Treugutes bestimmt. Die Treuhandurkunde ist für den Treuhänder die oberste Richtschnur seines Handelns und grosse Sorgfalt sollte daher auf ihre Ausgestaltung aufgewendet werden. Natürlich hält Larona Trust Reg. verschiedene Entwürfe bereit, welche den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden angepasst werden können. In jedem Fall empfehlen wir jedoch, fachmännischen Rat im Heimatland des Kunden einzuholen, insbesondere in Steuersachen.

Da die Dauer einer Treuhänderschaft üblicherweise Jahrzehnte beträgt, sollten die Bestimmungen der Treuhandurkunde weit genug gefasst sein, um den Treuhändern Raum für Anpassungen in der Verwaltung des Treugutes unter sich ändernden Umständen zu geben. In den meisten Fällen kann dieses Ziel durch einen "discretionary trust", also einer Treuhänderschaft, unter welcher der Treuhänder Ermessen in seinen Entscheidungen besitzt, erreicht werden, wobei der Treugeber die Richtlinien für die Ausübung des Ermessens in einem sogenannten "letter of wishes" niederlegt.

Ist die Treuhandurkunde unterzeichnet, so muss als nächstes das Treugut unter die Kontrolle des Treuhänders übertragen werden. Durch diesen Akt begibt sich der Treugeber des Eigentums am Treugut und der Treuhänder erwirbt das Recht und die Pflicht das Treugut in Übereinstimmung mit der Treuhandurkunde zu verwalten und zu verwenden. Obwohl die Verantwortung nun allein beim Treuhänder liegt, werden alle wichtigen Entscheidungen mit dem Treugeber, den Begünstigten oder, falls vorhanden, dem Protektor beraten.

Zweck der meisten Treuhänderschaften ist es, den Begünstigten materielle Zuwendungen zukommen zu lassen. Die Begünstigten haben das wirtschaftliche Interesse am Treugut während das rechtliche Interesse beim Treuhänder liegt. Wie das wirtschaftliche Interesse der Begünstigten gestaltet ist, hängt von den Bestimmungen der Treuhandurkunde und des letter of wishes ab. Begünstigungen können absolut gewährt oder an Bedingungen oder den Eintritt zukünftiger Ereignisse geknüpft werden, sie können sich nur auf den Ertrag oder auch auf das  Kapital beziehen, können widerruflich oder unwiderruflich oder an die Zustimmung einer dritten Person gebunden sein. Wie auch immer die Begünstigung beschaffen ist, die Liechtensteinische Rechtsordnung schützt das Interesse der Begünstigten. Ihnen und dem Treugeber stehen verschiedene Rechtsbehelfe zur Verfügung, um einen Treubruch des Treuhänders zu verfolgen. Liechtensteinische Treuhänder sind verpflichtet eine Berufshaftpflicht-Versicherung abzuschliessen.

Liechtensteinische Trusts werden mit mindestens CHF 1.800.- pro Jahr besteuert. Die Steuer ist jährlich im voraus zu entrichten. Ausschüttungen an Begünstigte sind in Liechtenstein steuerfrei. Ob solche Ausschüttungen in anderen Staaten zu versteuern sind, ist von Fall zu Fall zu beurteilen.

Auch wenn Liechtensteinische Trusts registriert oder hinterlegt werden, müssen keine Angaben zum Treugeber, den Begünstigten oder dem Treugut gemacht werden. Die Vertraulichkeit im Verhältnis des professionellen Treuhänders zu seinen Kunden wird durch das Gesetz geschützt. Als Berufsgeheimnisträger geniessen Treuhänder ähnliche Privilegien wie Rechtsanwälte.