Seit dem Inkrafttreten des Sorgfaltspflichtgesetzes sind alle Firmen im liechtensteinischen Finanzdienstleistungssektor strengen Bestimmungen über die Annahme von Vermögenswerten unterworfen. Banken, Rechtsanwälte, Treuhänder, Vermögensverwalter und Versicherungsunternehmen sind verpflichtet, bei der Aufnahme einer Geschäftsbeziehung ihren Vertragspartner sowie die an den Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigten Personen zu identifizieren. Das Sorgfaltspflichtgesetz dient unmittelbar dem Zweck, das Finanzzentrum Liechtenstein vor dem Missbrauch durch Geldwäscherei zu schützen. Dem genannten Personenkreis werden zur Erreichung dieses Ziels eine ganze Reihe von Verpflichtungen auferlegt, neben den bereits erwähnten insbesondere auch

die Verpflichtung ... 
... den Einbringer von Vermögenswerten zu identifizieren
... den wirtschaftlichen Hintergrund abzuklären
... bei Verdacht auf Geldwäscherei die Behörden zu informieren
... alle Abklärungen von Zeit zu Zeit zu wiederholen.


Die dem Gesetz unterstellten Transaktionen umfassen die Eröffnung von Bankkonten, Sparkonten und Wertschriftendepots, die Anmietung von Bankschliessfächern, die fiduziarische Gründung von Gesellschaften und die Errichtung von Stiftungen und Trusts, sowie allgemein jede grössere Bargeldtransaktion.

Die Finanzmarktaufsicht ist mit der Überwachung der Einhaltung der Sorgfaltspflicht-Bestimmungen am Finanzplatz Liechtenstein betraut. Bei Verdacht auf Geldwäscherei ist unverzüglich die FIU (Financial Intelligence Unit) zu informieren, was zu einer Blockierung der betroffenen Vermögenswerte und zur Einleitung einer Untersuchung führt.